Peter Murri steht schon am Bahnhof in Signau BE, als ich um 23:40 aus dem Zug aussteige. Er hat seinen blauen VW-Bus mit Koffern gefüllt, vollgetankt und ist bereit, abzufahren. Murri war Bauer mit Meisterdiplom, heute ist er vor allem Zuhörer, Trostspender, Mitleidender. Und er betreibt ein kleines Hilfswerk mit dem Namen «EstherDebora»

Die ganze Reportage findest Du auf www.bauernzeitung.ch/weihnachtsgeschichte

Hier einfach ein paar Bilder von der Reise.

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Abgefahren: Peter Murri fährt mit zwei Begleitern und mir von Signau BE knapp 1500 Kilometer in die Westukrainische Stadt Uschhorod. Die Fahrt dauert 18 Stunden und startet am 4. Dezember um 23:50.

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Warenlager: In Uschhorod hat Peter Murri in einer Garage Essenssäcke, Geschenke und Koffer mit Kleider gelagert. Geschenke und Koffer kommen aus der Schweiz, die Essenssäcke werden vor Ort eingekauft.

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Tristesse: Das Klima in Uschhorod und der Umgebung ist nasskalt. Bis auf einen Tag hiess das: Nebel, Niederschläge und Matsch. Viel Matsch.

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Zuhörer: Peter Murri besucht Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen und hört ihnen einfach zu. Daneben gibt er im Namen von «EstherDebora» ein Essenssack und etwas Geld. 250 Familien erreicht er so jedes Jahr.

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Kleine Freude: Mit dem Essenssack und der Schokolade macht Murri auch Kindern etwas Freude.

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Vaterlandsdienst: Der junge Mann vor dem Bus ist bzw. war Soldat. Er wurde verwundet und lässt sich jetzt nach und nach die Granatsplitter aus dem Körper operieren.

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Schreiberling: Es sind solche Momente, die Peter Murri in seinem Tagebuch festhält. Er macht das, um einen Überblick zu halten. Ein aussichtsloses Unterfangen, er komme doch nicht dazu, die Einträge zu lesen.

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Armut: Viele der Familien, die Murri besucht, sind arm, leben von der Hand in den Mund. Luca öffnet einen Koffer, den er und seine Eltern von einer Sponsorenfamilie aus der Schweiz erhalten haben.

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Mit Stock über Stein: Peter Murri besucht an seinem 73. Geburtstag die psychiatrische Klinik von Vilshany.

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Betonklötze: Die Klinik umfasst zwei Gebäude für Männer, zwei Gebäude für Frauen und ein Gebäude für Tuberkulosekranke. Hinzu kommen Verwaltungsgebäude, Werkstätten und Küche.

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Schokoladengeber: Peter Murri und seine Helferinnen und Helfer bringen den Patienten immer in der Vorweihnachtszeit Schokolade.

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Materialtransporter: Kollege Andreas Frösch trägt eine Bananenschachtel in ein Internat bei Veliki Peresni. In der Bananenschachtel sind Schokolade, Biskuits und Früchte. Alle für die Kinder.

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Ordnung muss sein: wer ein Paket und Geld erhält, muss dafür unterschreiben. Damit hält Murri die Buchhaltung und das Budget in Ordnung.

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Ohne Halt: Seit über zwanzig Jahren fährt Murri in die Ukraine. Wie lange er das noch macht, ist ungewiss. «Sicher ist nur, dass ich das nächste Jahr noch fahren werde», sagt er. Dann ist er 74.

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Rückreise: am 13. Dezember fährt Murri mit seinen Kollegen wieder in die Schweiz. Die Reise dauert wieder 18 Stunden und führt über Budapest, Wien und St. Gallen zurück nach Signau BE.

Warum er das macht, liest Du auf www.bauernzeitung.ch/weihnachtsgeschichte.

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