An der Politik interessiert mich der Austausch mit anderen Menschen und das gemeinsame Suchen von Lösungen. Die Polarisierung ist mir ein Graus, gute und vom Erkenntnisgewinn geleitete Diskussionen indes schätze ich zu allen Tages- und Nachtzeiten.

Meine Positionen auf einen Blick mit der Smartspider

Wo ich politisch stehe, zeigt die Smartspider von Smartvote (hier gehts zum ganzen Profil).

Für eine offene Gesellschaft

Die Politik ist ein Abbild unserer Gesellschaft und hat gleichzeitig die Pflicht, die Schwachen zu schützen. Oder, um es mit der Bundesverfassung zu sagen, „dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht und dass die Stärke des Volkes sich misst am Wohl der Schwachen.“ Ich strebe nach einer Gesellschaft, in der jeder Mensch seinen Platz selbst finden kann.

  • Gleichstellung für Mann und Frau: beim Lohn, beim Rentenalter, bei der Rente, bei der Elternzeit.
  • Zivildienst- und/oder Militärdienstpflicht für alle.
  • Keine Benachteiligung aufgrund des Namens oder der Herkunft.

Für einen mobilen Wahlkreis

Der Wahlkreis Bern Mittelland Nord gehört zu den am stärksten pendelnden Regionen des Kantons. Täglich pendeln rund 120’000 Personen in die Stadt Bern ein oder aus. Die S‑Bahn Bern zählt über 200’000 Fahrgäste pro Tag und gehört damit zu den meistgenutzten Netzen der Schweiz. Gemeinden wie Zollikofen, Ittigen, Ostermundigen oder Münchenbuchsee sind stark belastet – auf Strassen wie der A6 oder den Hauptachsen entstehen regelmässig Staus.

Gleichzeitig wächst der Veloverkehr im Raum Bern seit Jahren deutlich, doch viele Gemeinden verfügen noch immer über unvollständige oder unsichere Velorouten. Und der Wahlkreis wächst weiter: Bis 2040 wird ein Bevölkerungszuwachs erwartet, der die bestehenden Engpässe zusätzlich verstärkt.

Daraus folgen drei zentrale Forderungen für eine zukunftsfähige Mobilität:

  1. ÖV-Kapazitäten besser nutzen und Anschlüsse verbessern: Die S‑Bahn-Linien S3, S8 und S9 sind zu Spitzenzeiten überlastet. Es braucht einerseits dichtere Takte und andererseits flexiblere Modelle, um die Spitzen zu brechen.
  2. Sichere und durchgehende Veloinfrastruktur schaffen: Über 40 % der Pendeldistanzen im Wahlkreis liegen unter 5 km — ideal fürs Velo. Fehlende Lückenschlüsse, unklare Verkehrsführung und gefährliche Kreuzungen erschweren den Umstieg aufs Velo. Ein zusammenhängendes Velonetz entlastet Strassen und ÖV.
  3. Verkehr in den Quartieren beruhigen und die Lebensqualität stärken: Durchgangsverkehr belastet Quartiere in Gemeinden wie Zollikofen, Ittigen oder Ostermundigen. Verkehrsberuhigung, sichere Schulwege und gute Fusswege erhöhen die Lebensqualität und machen die Gemeinden attraktiver für Familien und Gewerbe.

Für eine starke Wirtschaft

Der Wahlkreis Bern Mittelland Nord ist ein zentraler Wirtschaftsraum des Kantons Bern. Heute bestehen hier über 40’000 Arbeitsplätze, verteilt auf Industrie, Dienstleistungen, Verwaltung, Bildung und Gesundheitswesen. Gemeinden wie Ittigen, Zollikofen, Ostermundigen oder Münchenbuchsee profitieren von ihrer Nähe zur Stadt Bern und bilden gemeinsam einen eng verflochtenen Arbeitsmarkt.

Gleichzeitig steht die Region vor klaren Herausforderungen: Der Fachkräftemangel trifft Pflege, Bildung, Bau und technische Berufe besonders stark. Die Nachfrage nach Gewerbeflächen steigt, während viele Betriebe auf gut erschlossene Standorte und verlässliche Mobilität angewiesen sind. Und die Bevölkerung wächst weiter — bis 2040 um rund 20’000 Personen. Damit die Region wirtschaftlich stark bleibt, braucht es gezielte Weiterentwicklung.

Daraus folgen drei zentrale Forderungen für eine zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur:

  1. Gewerbe- und Arbeitsstandorte sichern und gezielt weiterentwickeln: Der Wahlkreis benötigt genügend gut erschlossene Gewerbeflächen, damit lokale Betriebe wachsen können. Bestehende Areale — etwa in Ostermundigen, Ittigen oder Zollikofen — sollen modernisiert und effizienter genutzt werden. Verdichtung statt Verdrängung stärkt das lokale Gewerbe und schafft neue Arbeitsplätze.
  2. Fachkräfte sichern und Ausbildung stärken: In Pflege, Bildung, Bau und technischen Berufen fehlen heute schon Fachkräfte. Die Region muss Ausbildungsangebote ausbauen, Weiterbildungen fördern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Gute ÖV-Anbindungen und attraktive Arbeitsbedingungen sind entscheidend, um Talente im Wahlkreis zu halten.
  3. Innovation und Digitalisierung vorantreiben: Die Unternehmen im Wahlkreis können von der Nähe zu Hochschulen und der Bundesverwaltung profitieren. Diese Stärke muss genutzt werden: durch Unterstützung von Start-ups, digitale Infrastruktur, Kooperationen zwischen Gemeinden und Betrieben sowie der gezielten Fröderung von Zukunftsbranchen.

Für die Energiewende

Der Kanton Bern ist in Sachen erneuerbare Energie Vorreiter: Die Gemeinde Innertkirchen gehört zu den Gemeinden in der Schweiz, die am meisten erneuerbare Energie (das Wasser!) produzieren. Die Gemeinde Guttannen weist einen der höchsten Werte für die Produktion von erneuerbarer Energie pro Kopf aus. Die Gemeinden Villeret, Courtelary und Saint-Imier produzieren am meisten Windkraft schweizweit.

Die Energiewende ist damit aber noch nicht geschafft. Die Kernenergie liefert nach wie vor gut 10 Prozent der Leistung im Schweizer Kraftwerkspark. Und die ganze Volkswirtschaft ist immer noch heftig von Öl und nicht-erneuerbarer Energie abhängig.

Wir brauchen die Energiewende nicht nur, um vom AKW wegzukommen, sondern vor allem, um von den Erdölbrenn- und Treibstoffen wegzukommen. Denn alleine diese beiden Kategorien machen gut 45 Prozent des Endverbrauchs von Energieträgern aus (siehe Schweizerische Gesamtenergiestatistik, Seite 4, Abbildung 2).

Daraus folgen drei zentrale Forderungen für die Energiewende:

  1. Mehr Schweizer Strom durch den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energielieferanten: Bern ist heute schon stark in Wasser- und Windkraft. Dieses Momentum darf genutzt werden. Die kantonalen Bewilligungsverfahren sollen beschleunigt und die bestehenden Wasserkraftwerke wo immer sinnvoll modernisiert werden.
  2. Systematisches Ablösen der fossilen Brenn- und Treibstoffe durch erneuerbare Energiequellen: Es braucht hier echte Strukturentwicklung für Wärmepumpen statt Ölheizungen, Elektromobilität und die dafür notwendige Infrastruktur. Und zwar im ganzen Kanton Bern.
  3. Regionale und dezentrale Energieproduktion stärken und die Energiewende lokal verankern: Die Energieproduktion kann durch die neue Technologie dezentral erfolgen. Das stärkt gerade Gemeinden in der Peripherie und schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ganzen Kanton Bern.

Für mehr Drive im Land

Ich mag das Land, die ländliche Schweiz. Und ich schätze die Infrastruktur von Städten. Die dezentrale Besiedelung sorgt nicht nur für Biodiversität und schöne Landschaften, sondern prägt Naherholungsgebiete und die Schweiz als Land. Ländliche Gebiete dürfen aber nicht abgehängt werden. Ich will Stadt und Land verbinden und eine angemessene und lebenswerte dezentrale Besiedelung der Randregionen unterstützen.

  • Dynamische und lebenswerte Gemeinden im ländlichen Raum.
  • Gute Anbindung an die Welt – Internet, Öffentlicher Verkehr, Infrastruktur und Service Public.
  • Stadt und Land verbinden und gemeinsame Potenziale nutzen.

Für einen innovativen Wahlkreis

Der Wahlkreis Bern Mittelland Nord profitiert von einer starken Wissens- und Forschungslandschaft: In unmittelbarer Nähe befinden sich die Universität Bern, die Berner Fachhochschule, mehrere Bundesämter sowie zahlreiche technologieorientierte Unternehmen. Die Region Bern-Mittelland zählt heute über 10’000 Beschäftigte im ICT‑Sektor und gehört zu den wachstumsstärksten Wirtschaftsregionen der Schweiz. Gleichzeitig entstehen in der Region jährlich über 300 neue Unternehmen, viele davon in wissensintensiven Branchen.

Trotz dieser guten Ausgangslage bleibt das Innovationspotenzial nicht ausgeschöpft. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) haben oft zu wenig Zugang zu Forschungskooperationen, digitale Infrastruktur ist regional unterschiedlich ausgebaut, und die Verfügbarkeit von Fachkräften ist ein Engpass. Zudem stehen Gemeinden vor der Aufgabe, Gewerbeflächen und Areale so zu entwickeln, dass innovative Unternehmen Raum für Wachstum finden. Damit der Wahlkreis seine Stärken nutzen kann, braucht es eine Innovationspolitik, die lokale Betriebe stärkt und neue Impulse setzt.

Daraus folgen drei zentrale Forderungen für eine innovative Region:

  1. Innovationsstandorte stärken und neue Räume schaffen: Im Wahlkreis braucht es gut erschlossene Standorte für technologieorientierte Unternehmen. Bestehende Areale in Ostermundigen, Ittigen oder Zollikofen sollen gezielt weiterentwickelt werden.
  2. Kooperationen zwischen Wirtschaft, Forschung und Verwaltung ausbauen: KMU sollen leichter Zugang zu Hochschulen, Fachhochschulen und Innovationsprogrammen erhalten. Gemeinsame Projekte in Bereichen wie Energie, Mobilität, Gesundheit oder Digitalisierung stärken die regionale Wertschöpfung und beschleunigen Innovation.
  3. Digitale Infrastruktur und Fachkräfte sichern: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist Grundvoraussetzung für Innovation. Gemeinden und der Kanton müssen Glasfaser- und 5G‑Ausbau vorantreiben und gleichzeitig in Bildung, Weiterbildung und Fachkräfteentwicklung investieren. Nur so bleibt der Wahlkreis attraktiv für Unternehmen und Talente.